In diesem Teil der Stadt trifft das moderne Maskat auf traditionelle Gebäude und das Hajar Gebirge.Im Vordergrund zu Ihrer linken, sehen Sie leicht farbiges Gestein, das aufgrund seiner Bänderung zu den besten Marmorgesteinen des Omans gezählt wird.Früher einmal war dieser Marmor Kalkstein, der aus einem Korallenriff entstand.Der Marmor entwickelte sich während der späten Kreide, zwischen 90 und 70 Millionen Jahren in der Vergangenheit. Der Kalkstein wurde dann verändert („Metamorphose“), als hoher Druck durch aufliegende Schichten und die Hitze der Ophiolite, die sich darüber schoben, auf ihn wirkte. Die alten Gebäude auf der rechten Seite gehören zu einem alten Dorf. Es gab eine Zeit, da wurden alle Häuser im Oman von Hand aus Lehmziegeln gebaut, die von sarooj, einem harten Zement, zusammengehalten wurden. Die Kunst dieses Häuserbaus wurde mündlich vom Vater zum Sohn weitergegeben. Heutzutage nutzt man moderne und widerstandfähigere Baumaterialien, die nicht diesen hohen Zeitaufwand für Bau und Instandhaltung einfordern.
Ayn Al Hammam
Die heiße Quelle von Ayn Al Hammam liegt entlang einer Verwerfung, die triassischen Dolomit (Sedimentgestein) von Ophioliten (Vulkangestein) trennt. Eine große tektonische Bewegung namens „Obduktion“ hat sie zusammen gebracht. Dabei wurde der Boden des Ozeans, der sich einst vor dem Oman befand, auf das Land geschoben und bildete somit die nordomanische Gebirgskette.
Die meisten der heißen Quellen des Omans (Kesfeh in Rustaq und Thwara in Nakhal) liegen entlang dieser großen Verwerfung.
Das Wasser der heißen Quelle ist tief durch die Erde gereist, wo die Temperaturen sehr viel höher sind. Unterhalb der Ophiolite kam das aufgeheizte Wasser in Kontakt mit Dolomit.
Als das Wasser durch den Dolomit floss, löste es Kalzit aus dem Gestein, welcher an der Oberfläche, entlang des Aquädukts, wieder kristallisierte.
Mit 65°C hat die Quelle von Ayn Al Hammam die höchsten Temperaturen von ganz Oman. Es wird auch für medizinische Behandlung genutzt, da es einen hohen Gehalt an Mineralien besitzt.
Al Awabi Quarzit
Dieser kretazische Quarzit stammt aus der Zeit der Dinosaurier, etwa 90 Millionen Jahre in der Vergangenheit. Quarzit war ursprünglich einmal Sandstein. Er veränderte seine Struktur („Metamorphose“), als starker Druck darauf ausgeübt wurde. Dieser entstand als sich der Ozeanboden über die Arabische Platte bewegte und dabei so viel Temperatur erzeugte, dass die Quarzkristalle wieder zu wachsen begannen. Das Gestein bekam daher einen neuen Namen: Quarzit.Die verschiedenen Rottöne sind die Folge von unterschiedlichen Eisenoxid-Anteilen (Fe2O3), die gelbe und orangene Farbe ist ein Hinweis auf Spuren anderer Minerale.Quarzit ist ein Halb-Edelstein und gut geeignet für Baumaterialien und Schmuck machen.
Nummuliten
Vor 34 bis 23 Millionen Jahren, war der Oman von flachem Salzwasser bedeckt. Dies war die perfekte Umgebung für kleine Organismen namens Nummuliten, die zur Klasse der Foraminiferen gehören. Sie sind einzellige Kreaturen deren Schalen aus Kalzit bestehen und spiralförmige Muster und Kammern haben. Wenn sie sterben lagern sich immer mehr Schalen ab, bis eine Schicht von Kalkstein entstanden ist.Die lateinische Übersetzung von Nummulit ist „kleine Münze“, man nennt sie auch „Engelsmünze“. Ihre Nachfahren leben auch heute noch im Ozean.
Al Khawd Diskordanz
34 bis 23 Millionen Jahre in der Vergangenheit lag das/der Oman wesentlich tiefer als heute und war von Flachwasser bedeckt. Die Mittertiären Kalksteine, entstanden ursprünglich als horizontal gelagerte Schichten auf dem Meeresgrund. Mit dem Fortschreiten der Zeit (besonders in den letzten zwei Millionen Jahren) wurden diese Schichten geneigt, was man an den grauen Linien im Kalkstein nachvollziehen kann. Anschließend wurde das Land angehoben und ein Wadi entwickelte sich, welches Kiese verschiedener Größen hinterließ und die marinen Überreste begrub. Sie wurden als so genanntes Konglomerat zementiert.Wenn eine zeitliche Lücke zwischen zwei Schichten entsteht, wie hier zwischen dem Kalkstein und dem Konglomerat, nennt man den Berührungspunkt der Schichten eine Diskordanz.
Knollenkalkstein
Das gelblich-braune Gestein, das die Bänke des Wadi Al Khawd bildet, bildete ursprünglich den Grund des Ozeans. Vor 55 bis 34 Millionen Jahren (Eozän) war das Meer reich an Lebewesen und den Vorfahren von Muscheln, Schnecken und Korallen, die in den Sedimentgesteinen abgelagert wurden. In diesen Schichten findet man nun ineinander liegende Knochen der Hartschalentiere, wie hier in den Fossilien beobachtet werden kann.Mit der Zeit wurde der Kalkstein über den Meeresspiegel angehoben und die nodulare Struktur dieser Stücke von Hartschalen freigelegt. Machen Sie einen Spaziergang oder nehmen sie das Allradauto um eine Fahrt in die Vergangenheit von Wadi Al Khawd zu erleben.
